Dienstag, 19. August 2008

CN Tower und Heimflug

7:00Uhr Peeep, PEEEP... der Wecker. das schlimmste was einem nach vielleicht 3 Stunden Schlaf und generell anstrengenden vergangenen Tagen begegnen konnte, aber so war es nunmal. Schnell unter die Dusche gesprungen, die Sachen gepackt und um 8 Uhr Raus aus dem Hostel. Mit der dicken Reisetasche zum Bahnhof gewatschelt und unser Reisegepäck am Schalter von Via Rail Hinterlegt, sodass wir es nicht mit rauf zum CN Tower nehmen mussten. 8:45 Uhr, 15 Min vor öffnung des CN Towers waren wir an der Kasse und hatten unser Ticket bereits gekauft. Als eine der ersten Besuchern an diesem Tag fuhren wir auf die Aussichtsplattformen, ließen uns von den überwältigenden Bildern berieseln, vergaßen dabei aber nicht, gelegentlich den Auslöser zu drücken. Auch die Faht zum Sky Pod, der höchsten Aussichtsplattform auf einem Gebäude, auf 447m, ließen wir uns nicht entgehen. Der CN Tower ist ein beeindruckendes Gebäude und es bietet den Besuchern einen einmaligen Blick über Toronto und Umgebung. Ebenfalls ein Ereigniss, was man selbst erlebt haben sollte. Nach gut einer halben Stunde verließen wir den Tower, hohlten unser Gepäck ab und fuhren mit dem "Airporter" zum Flugharfen. Georgs Flug ging um 1 Uhr, zurück nach Vancouver, " wie gerne würde ich das jetzt machen. Ich beneide dich Georg..." er hatte dort ein paar weitere Tage bis seine Reise weiter ging nach Victoria, Vancouver Island, wo er nochmals ein paar Tage hat, um dann mit einem Zug ca 700km nördlich nach Comax Valley zu fahren, von wo er dann seine Heimreise antreten wird. Ich hoffe er hat dort sehr viel Spaß, gutes Wetter und immer das beste Licht. Es war sehr schön, jemanden vertrautes für solche Aktionen an seiner Seite zu haben, zumal Georg eine Menge mehr Reiseerfahrung hat als ich. Aber er ist ein sehr guter Freund von mir und ich glaube es gäbe nicht viele andere Personen, mit denen ich die letzten Tage so hätte erleben können. Ich möchte ihm dafür hier an dieser Stelle danken. Meine Reise durch Kanada war hie in Toronto zu ende, ich hatte nur noch den Heimflug um 4 Uhr am Nachmittag. Ich begab mich also nachdem Georg eingecheckt hatte, zu Terminal 1, checkte meine mit gut 10 Kilo zu viel beladene Reisetasche ein und setzte mich vor mein Gate. Als ich dann auf meinem Platz im Flugzeug saß wurde es mir klar, dass ich jetzt Kanada verlassen würde, und für mindestens ein jahr nicht wieder zurück kommen würde. Es war sehr traurig, weil es eine wunderbare Zeit war, die sich sicherlich nicht auf diese Art wiederholen lässt, aber hoffentlich auf andere Art. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, zurück zu kehren nach Vancouver zur Community. Wenn es möglich ist möchte ich nächstes jahr für 6 Wochen als Summerassistant Arbeiten, solange es mir möglich ist. Mit sicherheit werde ich aber versuchen, meinen Zivildienst in der Community zu leisten. Dann warf der Pilot die Maschinen an und riss mich aus meinen Gedanken. Ich hatte die Sicherheitshinweise und solches völlig ignoriert und nichts davon mitbekommen... Als die Räder des Airbus A340-300 die Traktion auf der Startbahn verlohren, sagte ich leise zu mir, "Good bye Kanada". Der Flug verlief reibungslos und ruhig, ich schlief aber nicht. Um ca. & Uhr Morgends, Deutscher Zeit, landete ich in Düsseldorf. Ich hatte keine Kontrollen von Zoll oder BGS über mich ergehen lassen müssen. Draußen wartete mein Papa um mich abzuholen. 

Dies ist denke ich mal vorerst der letzte Blog, den ich hier schreiben werde. Ich wede, wenn ich wieder nach Kanada fliege, diese Eintragungen fortsetzen. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, und die Mühe, meine Texte und Erfahrungen zu lesen. 

Mit besten kanadischen Grüßen,

Euer 

Sven






Toronto und die Niagara Fälle

Wir erreichten um ca 1 Uhr in der Nacht unsere Jugendherrberge, checkten ein und gingen direkt erst mal wieder raus, um noch ein wenig Bewegung zu bekommen und um ein wenig Orientierung in Toronto zu bekommen. Am nächsten Morgen, den 14.08.2008 standen wir, mit wir meine ich Georg und mich, um ca. 9:30 Uhr auf, packten unsere Sachen und gingen raus. Zunächst gingen wir zu der Greyhound Bus Station, wo wir unsere Bustickets für die Fahrt zu den Niagara Fällen, welche wir am Nachmittag geplant hatten, kauften. dann hatten wir noch gut 2,5 Stunden Zeit in Toronto. Also fuhren wir mit der U-Bahn zum CN Tower, dem momentag höchsten Gebäude der Welt, um uns die Besichtigung Torontos aus ungeschlagenen 447m Höhe aus anzuschauen, was nochmals ein Weltrekord ist, nämlich das höchste Aussichtsdeck eines Gebäudes. an der Kasse angekommen, fragten wir bevor wir die Tickets kauften, wie lange wir denn anstehen müssten, als Antwort kam 1,5 Stunden. Das war zu lange! Verdammt. wir hatten nicht damit gerechnet, dass es unter der Woche so voll sein würde. Also begaben wir uns gemütlich auf den Rückweg zur Busstation, um unseren Bus nicht zu verpassen. Allerdings etwas zu gemütlich. Da wir uns in einer unbeschreiblich großen unterirdischen Mall, die Orientierung völlig verlohren, verlaufen hatten, kamen wir geschlagene 5 Min zu spät zum Busdock und der Bus war weg. Entschuldigun an Georg, ich hab in die falsche Richtung gezeigt.....Es war dann jedoch nicht zu tragisch, wie sich herausstellen sollte. Eigentlich wollten wir den Bus um 2 Nehmen, den wir aber verpassten. Glücklicher weise hatten wir nur die Strecke gekauft und keine spezielle Verbindung. So konnten wir problemlos den nächsten Bus nehmen, der aber erst um 4 Uhr fuhr! Was hieß, dass wir nicht vor 6:30 Uhr an den Fällen sein würden. Wir hatten dann Angst, dass die Sonne zu tief stehen würde und wir auch keine von diesen beeindruckenden Schiffsrundfahrten mehr machen konnten. Wie erwartet erreichten wir die Fälle um 7 Uhr, hatten ab da aber nur noch Glück, die Sonne war noch nicht weg, und das letzte Schiff fuhr um 7:15 Uhr, wo wir dann drauf wahren! Der Tag war gerettet. Nach einem nottohenden Burger bei Wendy's schlenderten wir ein wenig dur Niagara Falls City, die ein wenig von Las Vegas hatte und kehrten in der Dunkelheit zu den nun farbig beleuchteten Fällen zurück um ein paar Nachtaufnahmen zu machen, welche sehr spektakulär aussehen, aber das Original wie immer nicht wiedergeben können. Man muss einfach da gewesen sein. Um 10:00 Uhr nahmen wir unseren pünktlichen, aber stinkenden Bus zurück nach Toronto, wo wir gegen Mitternacht ankahmen. Wieder in der Herrberge, stellten wir einen Zeitplan für den nächsten Tag auf. Auf dem programm stand lediglich CN Tower und Flugahfen.

Gruß Sven










Der Zug

Am Sonntag Vormittag packte ich meine sachen und genoss noch ein letztes Lunch in meinem Haus, wo mittlerweile wieder alle aus den Ferien zurück waren. Gegen 3 verabschiedete ich mich von allen die in der Community waren und begab mich auf den Weg zum "Pacific Central", der Zugstation. Dort angekommen gab ich mein Gepäck auf und setzte mich in die Vip Lounge der "Silver and Blue" Class. Ich hatte dieses kleine Extra mit der Silver & Blue Class gebucht, um dem Trip die ultimative Sahnehaube aufzusetzen und das tat es auch, was ich in den nächsten drei Tagen erfahren sollte. Im Außembereich der Vip Lounge spielte eine Live Band was mich sehr erfreute, da sie sehr gute Musik spielten. Um 5 Uhr endlich konnte ich in den Zug. Ich ging zu meinem Abteil und begutachtete das für mich noch nicht ersichtliche "Upper Bed" was ich gebucht hatte. Gut 30 Min später kam der Seward meines Wagons zu mir und erklärte mir den Ablauf mit den Mahlzeiten und zeigte mir dann auch, dass mein Bett da war, wo es sein sollte. Um 6 fuhren wir dann los, eine halbe Stunde später wurde das erste mal zum Abendessen gerufen und ich hatte mich auch für den ersten "Call" eingetragen. Also ging ich in den Speisewagen, wo ich mich irgend wie sehr überrascht umschauen musste, um sicher zu gehen, dass ich hier richtig war. Ich landete also in einem 5 Sterne Restaurant auf Rädern. So sah es zumindestens aus, ein Weiterer Pluspunkt der "Silver & Blue" Class. Die Speisekarte gab es sogar auf Deutsch, ich musste aber, um bestellen zu können, auf die Englische schauen. Ich bestellte ein Rinderfilet mit Röstkartoffeln, dazu einen Salat, eine Fischsuppe als Vorspeise und einen Kaffee und ein Stück Torte als Dessert. Die Mitreisenden in dem Zug waren sehr offen, man hatte viele kleine smaltalks und schon nach dem Dinner kannte man eigentlich jeden in der Silver & Blue Class, sodass es wie eine große Fahr mit bekannten war. Jeder redete mit jeden und es war eine sehr sonderbare, aber absolut wundervolle Stimmung im Zug. Die Stimmung blieb auch über die Zugfahrt bis nach Toronto, obwohl zwischenzeitlich Leute ausstiegen und neue dazu kamen. Nun aber zurück zum Essen. Der Speisewagen sah nicht nur nach einem 5 Sterne Restaurant aus, auch das Essen war so. Nach dem Essen erkundete ich ein wenig den Zug und verbrachte schließlich die Dämmerung in einem der "Dome Cars". Dies sind Spezielle Wagons die eine erhöhte Etage haben. Die Decke und die Wände dieser Etagen bestehen aus Glasscheiben, was eine perfekte Aussicht über die Landschaft und den restlichen zug gewährt. In diesen Wagen zu sitzen ist absolut entspannend. Man kann die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen und muss nicht einmal was dafür tun.  Als es dunkel wurde leerte sich das "Dome Car" schlagartig und ich beschloss auch in mein Bett zu gehen. Ich kletterte also in mein, mittlerweile von meinem Seward aufgebautes, Bett. Es war zunächst etwas schwierig schlaf zu finden, da der Wagon auf dieser Höhe verstärkt  schwankte, aber man gewöhnte sich schnell dran. Der nächste Morgen startete um 8:30 Uhr. Ich begab mich zum Frühstück und genoss Kanadischen Pfannekuchen mit Blaubeeren allerbester Art. Gegen Mittag stoppten wir in Jasper, unserem ersten Stopp, wo mein Schulfreund Georg zugestigen ist, und die Fahrt mit mir genossen hat. Der Zug hatte die Rockies jetzt zum großteil hinter sich gelassen, was ich recht schade fand, da wir sehr tief hängende Wolken hatten und ich so eigentlich nichts von den Rockies gesehen habe. Das Wetter war die ganze Zugfahrt über relativ bewölkt, aber es ergaben sich der eine oder andere Moment, wo die Sonne hervorlugte und man zauberhafte Landschaften genießen und Fotografieren konnte. Die Fahrt über hat der letzte Wagon uns einiges angetan, sodass wir den kompletten Tag über in ihm verbrachten, da er einfach die besten Aussichtsmöglichkeiten bot. natürlich gingen wir zu den Mahlzeiten in den Speisewagon. Am dritten Tag stand ich gegen 4 Uhr lokaler Zeit auf um den Sonnenaufgang mitzuerleben, was mir auch bestens gelang, da der Zug für die idealen 20 Minuten des Sonnenaufgangs einen Zwangsstop einhalten musste und ich so perfekte Fotos machen konnte. Um der zugstrecke weiter zu folgen, verließen wir Jasper und kamen so, richtung Osten fahrend, nach zentral Kanada. Wir durchqueerten Alberta und Saskatchewan, welche sich mit einer eher flacheren und mit Norddeitschland zu vergleichenden Landschaft zeigten. Trozdem war es absolut faszinierend durch so weite Landstriche zu fahren. Am beeindruckendsten fand ich den Blick, den man von der Leicht erhöhten Position aus hatte. Man konnte kilometerweit gucken. So kamen wir dann nach Manitoba, was den übergang von der steppenähnlichen Landschaft Saskatchewans zu der leichten Hügellandschaft Otarios schuf. In Ontario konnte man dann diese für Kanada berühmten und aus Reiseführern bekannten unzähligen kleinen Seen beobachten, welche in einer wunderbaren Idülle von Nadelwäldern umgeben waren. Dieses Land schien schir unendlich groß zu sein, als wir jedoch um 12 Uhr Mitternacht unseres dritten Tages in Toronto ankamen und wir schweren Herzens abschied sagen mussten. Wir wären beide zu gerne wieder die selbe strecke zurück nach Vancouver gefahren, einfach um es alles von der anderen Seite zu sehen. Diese drei Tage waren ich möchte sagen, die besten in meinem Leben. Sie haben die Wochen in Vancouver um einiges getoppt, aber auf andere Art und Weise. Ich kann die Erlebnisse dieser Zugfahrt hier im Blog nicht wiedergeben. Ich kann jedem, der gerne perfekten Service, bestes Essen, großartige Landschaft und einfach drei Perfekte und in Erinnerung bleibende Tage verleben will, diesen Trip zu machen, ganz egal, was es kostet. Die Erlebnisse sind unbezahlbar!

Euer Sven 





























Samstag, 9. August 2008

Die letzten Stunden...

Heute am Samstag ist es vormittags bewoelkt gewesen, und nun regnet es. Es ist 20 nach 5, und ich kann es einfach nicht fassen, dass ich in ziemlich genau 24h Vancouver verlasse. Es macht micht sehr traurig und der Regen hilft auch nicht viel, den Abschied zu erleichtern. Das wird vorerst mein letzter Blog aus Kanada sein, ich werde natuerlich noch schreiben wie meine Zugreise und mein Tag in Toronto war, aber dass werde ich vorraussichtlich von zu Hause aus machen. Andererseits bin ich sehr gespannt, was mich in den naechsten Tagen erwartet und ich hoffe, dass Georg und ich schoenes Wetter haben, auf unserer Zugreise. Nun hier noch einmal ein Bild, was fuer mich sehr gut den Abschied verkoerpert. Ich wuerde ihm den Titel "Flying Away" geben.


Euer Sven


Mittwoch, 6. August 2008

und nun...

Heute musste ich wieder arbeiten. Es war sehr schwer aufzustehen, aber ich hatte einen guten Tag. Ich brachte Georg nach der Arbeit zum Bus und schrieb einige Blogs.

Die letzten Tage waren grossartig, ich moechte fast sagen, sie waren von jener Art, von denen man sagt, sie seien die besten Tage des Lebens. Es war einfach wunderbar, sehr anstrengend, lang und auch schmerzhaft, was meine Fuesse angeht, aber ich bereuhe nichts.



Morgen, ich weiss nicht was ich machen werde, aber bestimmt etwas mit Danielle, da es unser letzter gemeinsamer Tag hier ist. Dann kommt der Freitag und der Samstag, andem ich schon abreise. Nach nur 49 Tagen. Ich werde es sehr vermissen.



Einen Canadischen Gruss,



Sven

Dienstag

Heute hatten Georg und ich eigentlich vor nach Seattle zu fahren, da ich aber arbeiten musste, konnten wir das nicht machen. Ich bekam allerdings schon um 11:00am Uhr frei, sodass ich dann einen vom Vortag sehr erschoepften Georg erneut nach Vancouver Downtown schleppte. Als wir allerdings da waren, ging es ihm schon viel besser und wir startete unsere "Sightseeing Tour". Ich hatte mir eine ungefaehre Route ausgesucht und einige Dinge, die ich Georg bei Tag zeigen wollte. Auf dem Programm Stand: Gaztown, Canada Place, Seawall, Steanley Park, English Bay und Granville Island. eine Route, die ungefaehr eine Laufleistung von 30km entspricht, an einem Nachmittag. Das alles natuerlich mit kompletter Kamerasuruestung, was dann schon eine Aufgabe war. Wir gingen also los. Sahen Gaztown, Canada Place, den Seawall...Im Seanley Park gingen wir auch einen grossen Teil des Rundweges am Wasser. spaeter gingen wir dann in den Rosengarten, wo Georg seine Leidenschaft fuer Makrofotografie entdeckt hat. Kurz vorder der Daemmerung gingen wir weiter um den Sonnenuntergang vom Canada Place aus zu sehen, kamen allerdings etwas spaet, also bogen wir kurz vorher ab richtung sueden, queer durch Downtown, nach Granville Island. Wir verbrachten einige Zeit dort um ein paar Aufmahmen zu machen. gegen 12:00pm Uhr hatten wir etwas glueck und bekamen den Buss nach Waterfront, wo Canada Place und auch der Skytrain ist. Am Canada Place machten wir dann auch noch mal einen kuerzeren Stopp, sodass wir gegen 1:00am Uhr zurueck fhuren. Wir kamen, wieder einmal, gegen 2 zu hause an fielen dieses mal aber wie Tot ins Bett, vor allem Georg war sehr sehr erschoepft.

p.s.: Diese, meiner Meinung nach, recht scharfen Blumenfotos habe ich mit meinem 50mm Ogjektiv gemacht, ich bin absolut happy damit!


Sven